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29 Mayıs 2014 Perşembe

Straßensperren am Vatertag – Väter riegeln Stadtteil mit Bierkisten ab

Mit solchen Bier-Barrikaden und
Verkehrsschildern, wollen
sich die Väter, während ihrer
Vatertags-Zeremonie vor Frauen
und Kindern abgrenzen. Das ist
auch zu deren Schutz gedacht.
Brezelingen – (brez) Um sich seelisch und moralisch auf ihre heutige Pilgerreise vorzubereiten, haben Brezelinger Väter bereits am gestrigen Mittwochabend die wichtigsten Verbindungsstraßen ihrer Dorfstadt mit Tausenden von Bierkisten abgesperrt. Zusätzlich haben sie Verkehrsschilder aufgestellt, welche Frauen und Kindern signalisieren sollen, dass die Väter bei ihren religiösen Zeremonien nicht gestört werden dürfen. Wie jedes Jahr an Christi Himmelfahrt versammeln sich auch in Brezelingen Tausende von Vätern aus der Umgebung, um gemeinsam auf das „Vater Unser“ zu trinken. Sie ehren damit den heutigen Feiertag, der daran erinnern soll, wie Jesus an einem Donnerstag (der auch schon damals auf einen Mittwoch folgte) seinen Vater mit einem Bollerwagen im Himmel besuchte, um ihn mit einem Fass Bier zu ehren. Die Legende erzählt, dass damals sogar die Wolken aus reinem Bierschaum bestanden hätten.
Um würdig an diesen biblischen Akt zu erinnern und diesen angemessen zu ehren, trinken sich Tausende von Männern (aller Altersklassen) in einen kollektiven Bier-Rausch. Dabei handelt es sich um eine Art Ekstase - ähnlich einer Trance. Was an diesem Tag passiert, erinnert an festlich-kulturelle Rituale, wie wir sie heute leider nur noch von wenigen Naturvölkern - wie den Bayern (Oktoberfest) oder den Schwaben (Cannstatter Wasen) - her kennen. Oft geht es recht grob zu wenn die Väter ihre mentale Grundebene verlassen haben. Einige der Teilnehmer schlagen sich in ihrer Trance gegenseitig fast die Schädel ein oder übergeben spendierfreudig ihren gesamten Mageninhalt in ekstatischen Schüben wieder - und zwar meist dort wo sie gerade stehen bzw. liegen. Dies ist dann meist auch der Höhepunkt dieses, für Aussenstehende oft als archaisch erscheinenden, religiösen Festes. Was von Ehefrauen und Partnerinnen meist als reines Besäufnis verstanden wird, ist in Wirklichkeit ein Akt der seelischen Reinigung, ein Akt der Befreiung. Das ist ein sehr wichtiger Prozess, um die Väter auch wieder für das kommende Jahr zu stärken, ihnen Kraft und Zuversicht zu geben, damit sie auch für die kommenden 365 Tage wieder fit für ihren Job als Vater sind. - Das sagen zumindest die Teilnehmer.

11 Mayıs 2014 Pazar

Und was hat der kleine Putin als Bub zum Muttertag geschenkt?

Der Tag, an dem jede Mutter zur
ganz persönlichen Königin wird.
Muttertag! (brez) – Und wie jedes Jahr frage ich mich auf's Neue, was schenke ich meiner Mutter nur zum Muttertag? Während ich bei einem Kaffee nachdenklich auf dem Balkon liege, und mit einer lockeren Mutter meines Liegestuhles spiele, frage ich mich einfach weiter, was wohl die erste Mutter auf Erden - Eva - von ihren Jungs zum Muttertag bekam. Vielleicht einen Apfel-Schäler oder eine Tasche aus Schlangenleder? Und Jesus, auch ein sehr vorbildlicher Sohn, was hat er seiner Mutter Maria wohl geschenkt? Ein Fläschchen Weihwasser - als Duft für eine reine Seele? Und Nero, der große römische Kaiser, er war bestimmt schon als Kind Feuer und Flamme für den Muttertag. Hat er vielleicht Rom nur aus Versehen angezündet, als er die Kerzen auf der Muttertags-Torte anbrennen wollte? Vielleicht ist er nur über sein Gewand gestolpert, oder die römische Torte war so groß, wie das Kolosseum? Die waren ja schon recht dekadent, die alten Römer. Sind manche heute auch noch, aber lassen wir das. Das würde uns den Muttertag so richtig versauen.

Ah, und dieser Dingis, ähhh ich meinte Dschingis, ja diese Dschingis Khan, der war doch dafür bekannt, dass er von seinen Feldzügen kleine Jungen mitbrachte, um sie von seiner Mutter und seiner Frau als gleichberechtigte Familienmitglieder aufziehen zu lassen. Nein, das ist aber keine gute Idee, das hilft mir nicht weiter, das könnte heutzutage so richtig Ärger geben. Also auch keine gute Lösung. Zudem ist meine Mutter fast 70 - die zieht keinen mehr auf. Außer vielleicht meinen Vater - der merkt das eh nicht. Sorry Vadder, dieser Seitenhieb musste sein.

Hmm, und was schenkte Luther seiner Mutter?
Vermutlich sehr viele Thesen – aber konnte sie auch lesen? 


Uuups, das reimte sich sogar. Vielleicht sollte ich ein Muttertags-Gedicht schreiben? Nö, das lasse ich auch lieber, da kommt dann doch nur Blödsinn bei raus. Columbus der große Entdecker, wollte er etwa nur nach Indien, um seiner Madre etwas Wertvolles zum „Día del Madre“ zu besorgen? Und dann passierte das Unglück, und er entdeckte Amerika? Uiii, daran möchte ich gar nicht denken. Bei Gutenberg glaube ich, dass er nach der Erfindung des Buchdrucks bestimmt sehr viele Ideen für den Muttertag hatte. Vom Lesezeichen bis zum Bücherregal, war da für die nächsten Jahre bestimmt alles mit dabei. Aber jetzt extra was erfinden? Neee, da fällt mir jetzt noch weniger ein. Dieser Franzose, der kleine, ja, der Napoleon. Der hatte es bestimmt leicht, der war auch sehr viel unterwegs. Und bezahlen musste er seine Mitbringsel bestimmt auch nicht. Da bezahlten doch die ehemaligen Besitzer seiner Mitbringsel wohl eher mit ihrem Leben, als er eine mickrige Golddukate an sie. So ein geiziger Bub! Aber Mama Napoleon bekam vom Söhnchen bestimmt die besten & leckersten Spezialitäten aus ganz Europa präsentiert. Und wie war das wohl im modernen Deutschland - heute (und vielleicht ein paar Jährchen früher)? Hat der Schröder seiner Mutter bereits als Bub wohlweislich einen Gasherd geschenkt? Und der moderne Amerikaner? Was Obama seiner Mutter am "Mother's Day" schenkte, das weiß ich nicht – vielleicht ein Abhörgerät? Das werden wir wohl nie erfahren - außer, außer der Snowden packt aus. Vielleicht ist das sogar der wirkliche Grund, weshalb Obama ihn unbedingt haben will - ausgeschlossen ist nix auf dieser Welt. Und sein Gegenspieler, der Putin? Hat er seiner Mutter schon als junger Mann Krimsekt zum Muttertag geschenkt? Wusste er, was noch kommen wird? Egal, ich bin jetzt mit meinen Gedanken am Ende. Mein Liegestuhl auf dem ich liege, ist nun kaputt - ich habe geistesabwesend die Mutter einer sehr wichtigen Schraube verschluckt. So ist das, wenn die Mutter weg ist, dann geht alles kaputt - auch ein Liegestuhl. Aber eine Idee habe ich jetzt. Es hat etwas mit Mutter und Essen zu tun. Doch mehr schreibe ich hier nicht rein - ratet doch selbst. So wie ich es bei den Anderen, weiter oben, auch getan habe.

16 Nisan 2014 Çarşamba

Busfahrer braucht 6 Tage von Berlin nach München

Iwan M. hat die Ruhe weg.
Pflichtbewusst hält er an 
jeder Haltestelle.
Berlin / München (brez) - Aushilfsbusfahrer Iwan M. ist am Ende. Sowohl körperlich wie auch geistig. Aber er ist auch froh und glücklich, nach 6 strapaziösen Tagen Fahrt mit seinem Reisebus, endlich sein Ziel - München - erreicht zu haben. Leider mit leerem Bus und mit leerem Tank. Was war passiert? Vor 6 Tagen startete der pflichtbewusste Busfahrer aus Charlottenburg, der bis vergangene Woche noch im Berliner Stadtbusverkehr tätig war, seine lange Odyssee von Berlin nach München mit vollem Bus.

„Ich kann nix dafür, in meiner Ausbildung zum Linienbusfahrer hat man mir beigebracht, dass ich an jeder Bushaltestelle auf meiner Strecke halten muss. Und das habe ich auch getan. Was ist daran falsch?“, fragt uns der übermüdete Busfahrer mit geröteten Augen. Bis zum Ende seiner Fahrt waren schlussendlich alle seine Fahrgäste genervt ausgestiegen. Möglichkeiten hatten sie ja genug. An Hunderten von Bushaltestellen hat der 46-jährige auf seiner Fahrt Halt gemacht, und musste sich dabei immer wieder von seinen Fahrgästen wüst beschimpfen lassen. „Machte mir nix, lasst mich kalt, hatte eh Kopfhörer auf“, lässt uns der ausgepowerte Busfahrer wissen, „sollen sich nicht so aufregen, sonst übernehmen ich Langstrecke von Berlin nach Moskau“, mault der müde Iwan und schläft am Steuer seines Busses ein, während bereits die ersten Fahrgäste für die Rückfahrt nach Berlin Platz nehmen.

12 Nisan 2014 Cumartesi

Schwäbische Veganer färben zu Ostern Bananen anstatt Eier


Eine clevere Idee, welche das Leben
von Veganern gravierend verändern
wird.
Brezelingen (brez) - 
Eine schwäbische Firma, 
die vegane Lebensmittel produziert, bietet ab diesem Jahr zu Ostern gefärbte Bananen als Alternative zu gefärbten Eiern an. „Wir verwenden nur Bananen aus Boden- und Freilandhaltung. Darauf legen wir großen Wert!“, erzählt uns der Pressesprecher des noch jungen Unternehmens. Er erzählt uns auch, dass die Bananen den Grad ihrer Krümmung selbst bestimmen dürfen. „Selbstbestimmte Bananen bestimmen immer mehr den europäischen Markt. Sie sind selbstbewusster und haben eine stabilere Schale, die sich sehr gut einfärben lässt. Unsere Bananen werden selbstverständlich mit pflanzlichen Farbstoffen gefärbt, die absolut ungefährlich sind. Sowohl für die Bananen, wie auch für den Menschen. Es gibt sehr viele Vorteile, die Bananen gegenüber Eier haben: Sie müssen nicht gekocht werden, sie lassen sich leichter schälen und man braucht kein Salz oder andere Würzmittel um ihren Geschmack zu verstärken“.

Wenn die Idee in diesem Jahr gut ankommt, will die Firma im nächsten Jahr auch gefüllte Schokobananen, ausgeblasene Bananen und Überraschungsbananen auf den Markt bringen. Weitere Vermarktungsideen sind u.a.: Bananenuhren, Bananenbecher, Spiegelbananen, Rührbananen, Bananennudeln usw.! Probleme könnte es im ersten Jahr aber mit dem Vertrieb der Osterbananen geben. Da in Deutschland traditionell der Osterhase an Ostern bunt gefärbte Eier versteckt, weigert sich der Hase zur Auslieferung der Bananen. „Das verstößt gegen meine Berufsehre und zudem bekomme ich von Bananen Blähungen, obwohl ich selbst Veganer bin. Ich mag die Dinger einfach nicht. Zudem habe ich inzwischen auch Rückenprobleme und trage schon schwer genug an meinen Eiern!“, schreibt uns der Osterhase, nachdem wir ihn per E-Mail um eine Stellungsnahme gebeten haben. Inzwischen kam das schwäbische Unternehmen auf die Idee, die Auslieferung seiner bunten Bananen einem Affen zu übertragen. „Der kennt sich zumindest mit Bananen besser aus, als der Hase mit den Eiern“, sagt Pressesprecher Hans B., „den Bezug von Hase und Eier habe ich sowieso noch nie verstanden. In meinen Augen hat sich da der Hase schon immer zum Affen gemacht“, lacht Hans B., wird aber schnell wieder ernst und fügt hinzu: „Da nehmen wir doch lieber gleich einen echten Affen!“

Ein kleines Problem übersieht der vegane Pressesprecher aber vermutlich. Während der Osterhase seine Eier am Boden bzw. in Bodennähe versteckt, besteht bei dem - noch unerfahrenen - Osteraffen die Gefahr, dass dieser die Osterbananen auch in Bäumen oder anderen schwer zugänglichen Orten versteckt. Es wäre wirklich sehr schade, wenn die liebevoll gefärbten Bananen irgendwo einsam und allein vor sich hin faulen müssten. Vielleicht sollte man sie, zumindest im ersten Jahr noch, mit einem GPS-Sender ausstatten. Wenn man wüsste, wo die nicht gefundenen Banane liegen, könnte man sie nach Ostern an randalierende Chaoten weitergeben. So könnten diese sie wiederum dazu nutzen, um vegane Politiker in Zukunft nicht mehr mit faulen Eiern, sondern mit faulen Bananen zu bewerfen. Somit würden sich auch die veganen Politikern nicht mehr so stark diskriminiert fühlen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Wir finden, das wäre doch ein erster Schritt in eine gerechtere Zukunft. Frohe Ostern!

3 Nisan 2014 Perşembe

Deutsche Flugzeuge streiken & fordern 20% mehr Kerosin

Selbst Satelliten haben mittlerweile zum Streik 
aufgerufen. Sie fordern mehr Pausen und die 
Übertragung von anspruchsvolleren
Fernsehprogrammen.
Frankfurt (brez) - Deutsche Flugzeuge und andere Fluggeräte haben es satt, dass sie mit immer weniger Brennstoff auskommen müssen, und fordern aus diesem Grund mehr Urlaub und 20% mehr Brennstoff. Deshalb haben gestern ca. 900 deutsche Passagierflugzeuge und andere Fluggeräte zum Streik aufgerufen. „Wir können uns mittlerweile nicht einmal mehr einen eigenen Hangar leisten, um dort unsere Eier abzulegen,“ beklagt sich eine 32 Jahre alte Passagiermaschine mit Hängebrüsten und blondierten Tragflächen auf dem Stuttgarter Flughafen. Die Zukunft der Flieger sieht wirklich nicht sehr rosig aus. Besonders arm dran sind die Ferienflieger, die mehrmals täglich nach Mallorca fliegen müssen, und während ihrer Arbeit oft von betrunkenen Ballermännern bedroht und in manchen Fällen sogar schwer verletzt werden. Solche Vorfälle werden aber von den Fluggesellschaften meist heruntergespielt und oft als harmlose Flugzeugentführungen verschleiert, damit sie den Flugzeugen kein Schmerzensgeld zahlen müssen. Die Fluggeräte bleiben dann alleine auf den immensen Kosten der Reparatur und der Reha-Maßnahmen sitzen. Sehr schwierig sieht auch das luftige Sozialleben der Maschinen aus. Ein großes Problem sind die zunehmenden Flugstunden. Das wenige Kerosin, dass sie für ihre Arbeit bekommen, macht die meisten Maschinen zu Singles. Oder wann haben Sie das letzte Mal eine glückliche Flugzeugfamilie gesehen? - Genau, jetzt sehen sie selbst. „Wenn das so weiter geht, werden die deutschen Fluggeräte bald aussterben“, erzählt uns ein Rettungshubschrauber und berichtet uns anschließend von seiner langjährigen Beziehung zu einem attraktiven Heißluftballon, die an Weihnachten leider in die Brüche gegangen ist, „aus unserer Beziehung war vor lauter Stress irgendwann einfach die Luft raus …!“ - Verdammt traurig! Dieses Interview macht uns voll fertig, und wir machen vorzeitig einen Abflug. 

Nachtrag: Inzwischen haben sich auch verschiedene Satelliten dem Streik angeschlossen und fordern vor allem mehr Pausen und Medikamente gegen Dreh-Schwindel.

31 Mart 2014 Pazartesi

EU will alle Aprilscherze verbieten - Auch diesen!

Auch Wissenschaftler dürfen ab dem
01. April 2014 keine Scherze
mehr machen.
Rüsselburg (brez) - 
Die EU will ab 02. April 2014 alle Aprilscherze verbieten. Darauf einigten sich in Rüsselburg die Miesmacher-Minister aller Mitgliedsstaaten. „Es gibt in Europa überhaupt keinen Grund zu lachen, und das soll auch so bleiben. Was wir in Rüsselburg entscheiden, ist lächerlich genug, sodass wir uns nicht auch noch von jedem dahergelaufenen Steuerzahler die Butter vom Brot nehmen lassen. Und dann auch noch die Butter, die wir mit Millionen von Euros subventionieren – so weit kommt es noch“, entrüstet sich ein Politiker aus Deutschland. Die Miesmacher-Minister der anderen Länder äußern sich ähnlich. „Lachen ist gesund, und das ist wiederum schlecht für die Pharmaindustrie. Einige von uns sitzen im Vorstand von großen Pharmaunternehmen oder anderen Gesellschaften, die uns gegenüber sehr großzügig sind. Auch die Ärzte wollen ihre Jobs nicht verlieren. Kein Arzt möchte mehr auf's Land und dort eine Praxis eröffnen, weil dort die Menschen noch am meisten zu Lachen haben. Aber das werden wir in Zukunft ändern und das Verbot von Aprilscherzen ist erst der Anfang“, erzählt uns ganz stolz ein Miesmacher-Minister aus einem Nachbarland. Aus geheimen Quellen wurden uns Informationen zugespielt, dass die EU anscheinend plant, die Stimmung in Europa soweit nach unten zu drücken, bis sie den Gemütszustand der EU-Bürger über die kontrollierte Abgabe von Psychopharmaka kontrollieren kann. „Wenn die Menschen schlecht gelaunt sind, dann sind sie aggressiv und bissig. Das macht sie im Verteidigungsfall zu unschätzbarem Wert für das Militär. So werden Milliarden von Euro eingespart, die wir ansonsten in Soldaten investieren müssten“, erklärt uns ein hoher europäischer Militär, der auch unerkannt bleiben möchte.
Eigentlich wollten alle unsere Interview-Partner unerkannt bleiben, da sie nicht daran interessiert sind, ihren Ruf ernsthaft zu schädigen. Viele von ihnen sind ja nicht nur in der Politik und in Vorständen tätig, sondern auch regelmäßig Gäste in europäischen Talkshows und Unterhaltungssendungen. „Wenn einen die Zuschauer nicht mehr sympathisch finden, dann ist man ganz schnell weg vom Fernseher. Die müssen ja nicht unbedingt wissen, wie wir wirklich sind. Ich z.B. plane nach meiner politischen Karriere eine neue Karriere als Showmaster in einer bekannten Samstagabendsendung des deutschen Fernsehen. Dort passe ich hervorragend hin, weil es dort auch nichts zu lachen gibt. Diese Sendung – deren Namen ich nicht nennen darf - haben wir mit unserem Scherzverbot bereits voll unter Kontrolle. Wetten, dass ich den Job bekomme?“, fragt uns ein Politiker, von dem viele der deutschen Zuschauer nicht einmal wissen, dass er Politiker ist, da sie ihn meist nur aus Vorabendserien und Kochsendungen kennen. Die meisten europäischen Bürger haben noch gar nicht bemerkt, dass Politik heute nicht mehr in den Parlamenten, sondern zwischen den Werbeblöcken stattfindet. 

Aber es gibt Hoffnung! 

Inzwischen hat sich aber auf dem Land eine Gegenbewegung in Gang gesetzt, die dafür propagiert, dass Aprilscherze das ganze Jahr über erlaubt sind. „Wir haben hier noch recht viel zu lachen, und uns macht das Leben richtig Spaß. April ist hier das ganze Jahr, weil die Klimaveränderung uns 12 Monate im Jahr Aprilwetter beschert“, klärt uns eine Aktivistin auf. Gegründet wurde diese Gegenbewegung im schwäbischen Brezelingen unter der Führung des dortigen Dorfpfarrers Felix (der Glückliche). Die lustigen Schwaben wollen sich das Lachen nicht verbieten lassen, und haben zum Widerstand aufgerufen.“Wenn die EU neue Gesetze erlässt, nehmen wir das zur Kenntnis und lachen über diejenigen, die sie befolgen. Wir haben hier unsere eigenen Regeln nach denen wir leben. Im Notfall halten wir uns einfach an die 10 Gebote. Die sind älter als das ganze moderne Europa und reichen vollkommen“, erzählt uns Pfarrer Felix, strotzend vor Selbstbewusstsein. An seinem Gesichtsausdruck sehen wir, dass es ihm ernst damit ist. Wir nicken und widersprechen ihm in keinster Weise - wir wollen es uns ja nicht mit ihm verscherzen.

29 Mart 2014 Cumartesi

Zeitumstellung - Schwaben fordern Zinsen für die "geborgte" Stunde

Viele Zinsen für viele "geborgte"
Stunden sind den Schwaben
über die Jahre davon geflossen.
Damit soll jetzt endlich Schluss sein.
Brezelingen (brez) - Immer wieder dasselbe Problem wenn in Brezelingen am letzten Wochenende im März die Uhren umgestellt werden. Inzwischen ist die Situation etwas besser geworden, da es in den meisten Wohnungen kaum noch Standuhren gibt. „Das war früher schon ganz schön anstrengend, so eine Standuhr umzustellen“, klagt die 92-jährige Elsa P., „ich wusste anfangs gar nicht wohin ich das klobige Ding stellen sollte, da ich gar keinen Platz mehr im Wohnzimmer hatte. Erst nachdem ich den Wohnzimmerschrank in den Garten gestellt hatte, war endlich Platz vorhanden.“ So wie Elsa P. erging es früher vielen Brezelingern. Niemand sagte ihnen wo sie ihre Uhren beim Umstellen exakt platzieren sollten. Was damals keiner wusste: eine Stunde ist auf der Schwäbischen-Alb kein gebräuchliches Längenmaß. Keiner kannte die Formel, wie man eine Stunde in Meter und Zentimeter umrechnet. Da wurden die Uhren sehr häufig falsch umgestellt und standen auf einmal mitten im Flur oder im Bad. Weil es auch in den Folgejahren immer wieder Probleme bei der jährlichen Zeitumstellung gab, erließ der örtliche Gemeinderat 1994 vorsichtshalber eine Verordnung, dass alle Brezelinger Bürger innerhalb der Gemeinde Funkuhren tragen müssen, damit es mit dem jährlichen temporären Chaos im Frühjahr und Herbst endlich ein Ende hat, und keiner mehr die Zeitumstellung vergisst. Nur die ältere Generation ist auch heute noch etwas verunsichert. Einige Senioren der Gemeinde tauschen ihre Funk-Armbanduhren im März bzw. im Oktober immer noch vom linken an den rechten Arm oder umgekehrt – je nachdem, ob sie Links- oder Rechtshänder sind.
Früher wurden die Brezelinger Uhren 
noch mit brachialer Gewalt umgestellt.
Seit es im Dorf aber Funkuhren gibt, 
werden immer weniger Uhren gequält.
Nachdem sich aber die meisten Brezelinger an die Zeitumstellung gewöhnt hatten, kamen einige äußerst kreative Gemeinderatsmitglieder auf die Idee, dass man doch auch mal versuchen könnte, die Nacht mit dem Tag zu tauschen. Andere wiederum hatten die Idee, dass man die Zeit auch mit Kontinenten wie Amerika oder Asien tauschen könnte. So würden die Brezelinger, die keine Zeit oder auch kein Geld zum Reisen hätten, sich durch den exotischen Zeittausch vielleicht wenigsten ein bisschen wie in der Ferne fühlen. Doch über die Jahre ließ die Begeisterung über die Sommerzeit doch recht schnell nach und die Schwaben betrachteten die Zeitumstellung mit immer kritischeren Augen. Die Nachteile überschatteten immer mehr die Vorteile. „ZEIT IST GELD“ - das gilt auch, und vor allem in Brezelingen. „So ein Beschiss, da wird uns im März eine ganze Stunde gestohlen, und dann erst im Oktober wiedergegeben. Und das ohne Verzinsung – Der Hammer! Wir bekommen keinen Zeitzins auf diese Stunde, nicht einmal eine winzige Sekunde. Das grenzt doch beinahe schon an Zeithinterziehung!“, beklagt sich der Filialleiter einer örtlichen Bank. Eine spannende These, die der Filialleiter hier vertritt. Was wäre, wenn man die „geborgte“ Zeit tatsächlich verzinst bekommen würde? Was bliebe nach Abzug der Zeitsteuer noch davon übrig? Wie hoch wäre die reale Verzinsung? Dürfte man vielleicht einen Tag früher in Rente gehen? Ein sehr interessanter Gesichtspunkt, wie wir finden. Wir bleiben dran! – Wenn wir Zeit dazu haben ...